Ölbilder 
 

Ölbild: Der Blick hinein (in die Marienkapelle auf dem Karmelenberg)

Die Marienkapelle ist eine Stiftung der frommen Eheleute Anna Magdalena und Johann Lothar von Waldbott-Bassenheim.

Catharina Ginth, die Ordensfrau und Lehrerin Anna Magdalenas von Waldbott-Bassenheim, schenkte ihrer früheren Schülerin eine kleine Marienfigur aus Ton. Die Statuette war eine Nachbildung des im Mittelalter hochverehrten Marienbildes von St. Foy und stellte die Gottesmutter mit dem Jesuskind dar.

Johann Lothar von Waldbott-Bassenheim war zu diesem Zeitpunkt in kriegerische Streitigkeiten verwickelt. Seine Ehefrau sah daher nicht ohne Bangen einer Niederkunft entgegen. Die Geburt verlief jedoch glücklich, und sie brachte eine gesunde Tochter zur Welt. Nachdem bereits vier ihrer früheren Kinder gestorben waren, erkannte Anna Magdalena hierin die Gnade, die ihr auf Fürbitte Mariens von Gott zuteil geworden war.

Um die Wirkung des wundertätigen Marienbildes, das auch zur Genesung Johann Lothars von einer schweren Krankheit beigetragen haben soll, allen Gläubigen zukommen zu lassen, entschloß man sich, ein Gotteshaus zu erbauen und dort das Gnadenbild zur Verehrung der heiligen Gottesmutter aufzustellen.

Der Deutschordensritter Goswin Scheiffart von Merode schlug bei der Grundsteinlegung der Marienkapelle vor, den Vulkankegel des abgelegenen Hexenbergs nach dem im Heiligen Land gelegenen Berg Carmel in Carmelberg umzubenennen. Dieser sei in seiner Form und wegen der schönen Aussicht dem Berg Carmel ähnlich. Mit Berg Carmel meinte er den bewaldeten Höhenzug des Karmel südlich des heutigen Haifa.

Im Auftrag Johann Lothars errichtete 1662 der Kapuzinerarchitekt Matthias von Saarburg die Kapelle auf dem Carmelberg, später Karmelenberg genannt. Sie wurde 1688 geweiht. Die Kapelle war ihrer Zweckbestimmung nach sowohl Gotteshaus als auch Familiengedächtnisstätte der Gründerfamilie von Waldbott-Bassenheim. Die Marienstatuette fand ihren Platz auf dem Hochaltar der Kapelle.

Mehr Infos zur Marienkapelle finden Sie hier.

Literatur zum Thema Karmelenberg, Marienkapelle und Bruder Nikolaus:

1) Der "Karmelenberg bei Bassenheim". Sonntagsblatt für Unterhaltung und
Belehrung. Gratis-Beilage zur Mayener Volkszeitung, Nr 29: 8. Mai 1881.
2) Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg, herausgegeben von Klaus Schäfer im
Auftrag des Förderverein Pellenz-Museum e. V., Nickenich 1985.
(nicht mehr erhältlich)
3) Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg von 1662. Festschrift zur
Wiedereröffnung nach umfassender Sanierung durch die Gemeinde Bassenheim am
24. Mai 1998.
4) "Beschreibung des Schweins- oder Karmelenbergs zur Gemeinde Bassenheim
gehörig um das Jahr 1820". In: Familienbuch Bassenheim, herausgegeben vom
Heimatverein Bassenheim, 1988, S. 411.

 

 

 

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