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Ölbild:
Der Mord auf dem Karmelenberg
Hier
ist das wohl tragischste Ereignis auf dem Karmelenberg zu sehen,
der Mord an Bruder Nikolaus.
Wahrscheinlich
nachdem der Bruder am Neujahrsmorgen des Jahres 1826 auf dem Rückweg
von der Frühmesse in Bassenheim Spuren eines Einbruches an
der Klause entdeckte, überraschte er die Einbrecher auf frischer
Tat. Diese hatten nur das wenige Haushaltsgeld des Eremiten an
sich genommen.
Der
74-jährige Bruder scheint versucht zu haben, sich zu den
Sackenheimer Höfen zu flüchten, wurde jedoch von seinen
Verfolgern am Fuße des Karmelenberges eingeholt und erschlagen.
Er starb an zahlreichen Verletzungen, die ihm die Mörder
mit einer Pflugsohle oder Pflug-Sech beigebrachten. Unter Pflug-Sech
(Pflug-"Säge") versteht man das Metallteil an einer
Pflugschar, das dem Durchschneiden des Ackerbodens dient.
Bruder
Nikolaus wurde erst am nächsten Tag im Schnee liegend entdeckt,
das Tatwerkzeug noch zu seinen Füßen. Der Bruder wurde
in Bassenheim beigesetzt. Sein Grabstein ist leider verschollen
wie auch die kleine Gedenkstätte in der Nähe des Tatortes.
Der
Mordfall wurde offiziell nie aufgeklärt. Es gibt jedoch ein
Gerücht, ein Knecht von den Sackenheimer Höfen habe
den Mord Jahre später auf dem Sterbebett gebeichtet.
Literatur
zum Thema Karmelenberg, Marienkapelle und Bruder Nikolaus:
1)
Der "Karmelenberg bei Bassenheim". Sonntagsblatt für
Unterhaltung und
Belehrung. Gratis-Beilage zur Mayener Volkszeitung, Nr 29: 8.
Mai 1881.
2) Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg, herausgegeben von Klaus
Schäfer im
Auftrag des Förderverein Pellenz-Museum e. V., Nickenich
1985.
(nicht mehr erhältlich)
3) Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg von 1662. Festschrift
zur
Wiedereröffnung nach umfassender Sanierung durch die Gemeinde
Bassenheim am
24. Mai 1998.
4) "Beschreibung des Schweins- oder Karmelenbergs zur Gemeinde
Bassenheim
gehörig um das Jahr 1820". In: Familienbuch Bassenheim,
herausgegeben vom
Heimatverein Bassenheim, 1988, S. 411.
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