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Zu
Ehren eines Gnadenbildes, das dem im Mittelalter hochverehrten Marienbildnis
von St. Foy nachgebildet ist und über Chimay/Belgien und das Kloster
der "Congregation de Notre Dame" in Luxemburg 1658 in die
Bassenheimer Burg gelangt ist, haben der Reichsfreiherr Johann Lothar
Waldbott von Bassenheim und seine Gemahlin Anna Magdalene, geb. Gräfin
von Metternich, 1662 die Marienkapelle auf dem Karmelenberg errichten
lassen.
Gräfin
Anna Magdalene, seit 1652 mit dem Reichsfreiherrn verheiratet, hatte
vier kranke Kinder geboren, die bald starben. Als sie mit dem 5. Kind
schwanger war, erhielt sie den Besuch der Luxemburger Klostervorsteherin,
bei der sie erzogen worden war. Oberin Catharina Ginth schenkte ihr
das Marienbildnis, damit sie durch dessen Verehrung ein gesundes Kind
zur Welt bringen solle.
Als
das Kind, Maria Anthonet, gesund geboren wurde, beschlossen die Eheleute
den Bau der Marienkapelle und wählten als Standort die höchste
Erhebung innerhalb der Herrschaft Bassenheim, den 373m hohen Vulkankegel
Karmelenberg. Für den Bau dieser ältesten Barockkirche des
Koblenzer Raumes wurde der berühmte Baumeister Matthias von Saarburg
gewonnen.
Die
Kapelle, die mit einem Hochaltar, zwei Seitenaltären, einer Kanzel,
einem Beichtstuhl und einer kleinen Empore alle Attribute einer Kirche
besitzt, wurde bald zu einer beliebten Wallfahrtsstätte.
Als
nach dem 2. Weltkrieg die Wallfahrten zu Ende gingen, drohte
das sakrale Kleinod zu verfallen. Die Gemeinde Bassenheim
hat es 1992 zum symbolischen Preis von einer D-Mark erworben
und 1993/98 gründlich saniert und renoviert. Das kostete
die beachtliche Summe von 1,05 Mill. DM. Inzwischen erfreut
sich die Marienkapelle wieder großer Beliebtheit und
ist auch als Hochzeitskapelle begehrt.
Mehr
Infos zur Marienkapelle
und ein sehr schönes Ölbild
finden Sie hier.
Ein weiteres Ölbild von Toni Färber zeigt eine
Prozession
zur Kapelle.
Infos
und Festschriften:
Gemeindeverwaltung
Walpotplatz 9
56220 Bassenheim
Tel. (0 26 25) 44 56, Fax (0 26 25) 64 93
Hier können Sie direkt Kontakt
aufnehmen
Bei
der Gemeindeverwaltung können auch Führungen vereinbart
werden.
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