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Um
500 bis 400 Jahre vor Christus wohnten die Kelten in Bassenheim.
Am
Roten Weg, in der nähe der heutigen Tennisplätze, haben Archäologen
eine keltische Siedlung mit mehreren Wohn- und Vorratshäusern
sowie einem Webhaus nachgewiesen. Dabei
handelt es sich, so die Abteilung Archäologie des Landesamtes
für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, um eine äußerst
seltene und bedeutende Fundstelle.
Ihren
besonderen Stellenwert erhält dies keltische Siedlung durch die
Zuordnung zu dem Grabhügelfeld im Bassenheimer Wald. Andere Siedlungsplätze,
die diesem Grabhügelfeld zugeordnet werden könnten, sind
nicht bekannt.
Bei
den archäologischen Ausgrabungen wurden die Grundrisse mehrerer
Häuser freigelegt, die als Fachwerkgebäude angelegt waren.
Erhalten sind die Reste von stabilen Pfosten und Brocken der fachwerkgefüllten
Lehmwände. Außerdem geben zahlreiche Vorratsgruben mit Resten
von Gefäßen, Geschirr, Geräten und anderen Gebrauchsgegenständen
Aufschluß über die Lebensgewohnheiten der keltischen Bauern
von Bassenheim.
Besonderes
Interesse der Archäologen fand ein Webhaus. Eine Rekonstruktion
dieses Webhauses zeigt in der Mitte des Raumes einen Webrahmen mit
an Kettenfäden hängenden Gewichten, die in der Grube gefunden
worden sind. Diese Weberei war mit Sicherheit der erste Handwerksbetrieb
in Bassenheim.
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