» Geschichte » Die Grafen von Bassenheim
  Willkommen
  News
  Kalender
  Gemeinde
  Forum
  Geschichte
  Chronik
  Galerie
  Ölbilder
  Wirtschaft
  Links
  Kontakt

Die Grafen von Bassenheim

 

   

Im Jahre 621 hat der Frankenkönig Dagobert I. aus dem Haus der Merowinger die Urahnen der Walpots mit der Verwaltung von Flandern beauftragt. Wann die Walpots in das Rheinland gekommen sind, ist unbekannt.

Ein Ritter Walpot steht im Jahre 970 als Ministerialer in den Diensten der Grafen von Sayn und erhält Land in Bassenheim als Lehen. Er hat sich damals wohl in Bassenheim angesiedelt, wo aber bereits ein "Ritter von Bassenheim" wohnte, der später die heute restlos verschwundene Niederburg im Bereich des Schloßparks gebaut hat.

Die Walpots haben dort, wo heute die Burg steht, eine Wasserburg errichtet. Seit der Verdrängung der "Ritter von Bassenheim" haben die Walpots 1307 die Bezeichnung "von Bassenheim" in ihren Namen aufgenommen.

Schon vorher hatte hatte ein Walpot von Bassenheim Geschichte gemacht: Heinrich Walpot wurde 1198 in der Zeit des Dritten Kreuzzuges in Akko am Fuße des Berges Karmel in Palästina zum ersten Hochmeister des Deutschen Ordens gewählt. Seit 1190 hatte er an der Spitze eines Hospitalvereins gestanden, der sich kranker und verwundeter deutscher Kreuzritter annahm. Heinrich Walpot starb 1200.

Zur Ehren Siegfried Walpots von Bassenheim, Komtur und oberster Spittler im Staat des Deutschen Ordens in Ostpreussen, erhielt 1386 die erste Stadt Masurens den Namen "Bassenheim" (später Passenheim, heute polnisch Pasym und Bassenheimer Partnerstadt).

Aus dem Geschlecht der Walpots (Schreibweise ab dem 17. Jahrhundert "Waldbott") sind zahlreiche Persönlichkeiten hervorgegangen, darunter hohe Offiziere, Bischöfe und Politiker. Auch als Bauherren haben sich einige einen Namen gemacht. Johann Lothar Waldbott von Bassenheim hat 1662 die Marienkapelle auf dem Karmelenberg errichten lassen.

Casimir Graf Waldbott (1642-1730) hat die 1899 abgerissene Barockkirche und 1720 das heutige Rathaus, ursprünglich als Gasthaus, erbaut. Als Mainzer Domherr hat er das 1239 vom Naumburger Meister geschaffene Martinus-Relief, das als "Bassenheimer Reiter" in die Kunstgeschichte eingegangen ist, 1683 nach Bassenheim gebracht. 1720 wurden die Waldbotts vom Kaiser zu Reichsgrafen erhoben. Bassenheim wurde reichsunmittelbare Herrschaft und unterstand dem Kaiser.

Nach der Enteignung nach den Gesetzen der französischen Revolution hat Napoleon 1805 den Grafen von Bassenheim als einzigen Großgrundbesitzer im linksrheinischen Rheinland das Rittergut Bassenheim zurückgegeben. Doch 1861 musste Hugo Graf Waldbott von Bassenheim, der einen unglaublich verschwenderischen Lebensstil pflegte und das Vermögen seiner Vorfahren verschleuderte, Burg und Rittergut Bassenheim sowie die ihm gehörende Burg Pyrmont zwangsversteigern lassen.

Graf Friedrich Ludwig (geb. 19 Juli 1844 in München), Sohn des Grafen Hugo, starb am 31. Januar 1910 in Buxheim, im Alter von 66 Jahren. Die Beisetzung erfolgte am 3. Februar 1910 in der Familiengruft zu Buxheim. Er hatte 10 Kinder.
Sein Sohn Ludwig Maria (geboren am 1. Mai 1876 in St.Helier) starb am 23.
August 1926 bei einem Ballonunglück, das sich in Landsberg/Lech ereignete. Seine Tochter, Gräfin Renee Waldbott von Bassenheim (geb. am 25 August 1880)
starb am 8. Februar 1958.

Grafen von Bassenheim leben heute noch in Berlin, München, Regensburg und Saarbrücken, in Kanada und Argentinien, ein Freiherr von Bassenheim in Halbturn am Neusiedler See.

 

Die Kelten...
Zurück zur Übersicht  


[ Seitenanfang ] [ Zurück ] [ Kontakt ]  
 

 

Navigation


  

Webdesign © 2001 by Sascha Körber